Südburgenländische Weidegans *
Wiederaufnahme der jahrhundertealten Tradition der Freilandgänsehaltung auf Weiden in einer natürlichen, stressfreien und tiergerechten Art.Registernummer: 27
Offenlegungsdatum
Jahrhundertealte Tradition der Gänsehaltung im Burgenland
Titel
Südburgenländische Weidegans
Anser anser f. domestica (L.)
Kurzdarstellung oder Behauptung
Wiederaufnahme der jahrhundertealten Tradition der Freilandgänsehaltung auf Weiden in einer natürlichen, stressfreien und tiergerechten Art.
Produktbezeichnung, Produktklasse
Gänsefleisch, Fleischprodukte
Name der Region
Südburgenland (Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf)
Suchgebiet
Lebensmittel und Landwirtschaft
Name des Informationsgebers
IG Burgenländische Weidegans
Name des Antragstellers für den Titel
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Inhaber des Wissens oder zugehöriger Quellen
IG Burgenländische Weidegans
Bauern aus der Region
Empfänger, Inhaber, Bevollmächtigter, Eigentümer eines Titels
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Beschreibung
- Geschichte
Das Burgenland wird oft aufgrund des Landespatrons, des Heiligen Martin, mit der Gänsehaltung in Verbindung gebracht. Die Legende besagt, dass der Mönch Martin nicht Bischof werden wollte und sich daher in einem mit Gänsen gefüllten Stall versteckte. Das Schnattern der Gänse verriet sein Versteck den Leuten, die ihn suchten.
Der Tag des Heiligen Martin am 11. November wird traditionell mit einem Gänseessen gefeiert.
Im 18. Jahrhundert belieferten vor allem das Nord- und Mittelburgenland (damals Deutsch-Westungarn) die Stadt Wien mit Gänsen.
Gänse wurden aber nicht nur zum Verzehr gehalten, sondern auch zur Gewinnung von Federn. Der Brauch des Federschleißens, d.h. der Trennung der Federanteile vom Kiel mit der Hand, war eine gemeinsame Aktivität von Gänsehaltern und ihren Nachbarn, die in den kleinen Orten noch bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitet war. Sie hat sowohl zum gesellschaftlichen Zusammenhalt der Dorfbevölkerung alsauch zu Bewahrung traditioneller Volkslieder, die beim Federschleißen gesungen wurden, beigetragen.
Trotz der jahrhundertealten Tradition der Gänsehaltung im Burgenland sind Gänse in den 1960er Jahren fast gänzlich aus den burgenländischen Dörfern verschwunden. Im Jahr 2002 begann eine Gruppe innovativer Bauern wieder mit der Freilandhaltung von Gänsen.
Die Gänsehaltung wird nicht nur als Instrument für zusätzliches bäuerliches Einkommen, sondern auch als Instrument der Landschaftshaltung gesehen.
- Region
Das Südburgenland (Bezirke Oberwart, Güssing and Jennersdorf) ist eine ausgedehnte, hügelige Region im Osten von Österreich, angrenzend an Ungarn.
- Weidegänse
Die Gänse werden in naturnaher Weise, auf Basis der Richtlinien der IG Burgenländische Weidegans, gehalten. Die Einhaltung der Richtlinien wird intern und amtlich kontrolliert. Die Besatzdichte ist mit 100 Gänsen pro Hektar limitiert.
Gänse sind natürliche Grasfresser und genießen daher das gute Gras in den Streuobstanlagen der Region. Wenn nötig, wird das Grasfutter mit lokal gewachsenem Getreide ergänzt.
Während Gänse aus der Intensivmast in 13 Wochen tischfertig sind, müssen Weidegänse zumindest bis zu 26 Wochen aufgezogen werden. Dies garantiert die allerhöchste Qualität des Fleisches.
- Verwertung
Fleisch der Weidegänse ist dunkel, zartfaserig, fettarm und von ausgezeichnetem Geschmack. Gänsefleisch wird in einer Vielzahl verschiedener traditioneller Gerichte am Tag des Heiligen Martin, dem 11. November, gegessen.
Schlüsselworte
Lebensmittel und Landwirtschaft, Traditionelles Wissen, Österreich, Steiermark, Region, Oberwart, Güssing, Jennersdorf, Weidegans, Gans Anser anser f. domestica (L.)
Bibliographie/ Referenzen
- Österreichsiche Weidegans
www.weidegans.at
http://www.weidegans.at/Seiten/MenueLinks/Partner.htm
- Burgenländische Photogeschichten
http://www.memoryprojects.at/burgland/15.htm
- St. Martin's Day
http://en.wikipedia.org/wiki/St._Martin%27s_day
Sprachcode
Deutsch
Produkt von www.genuss-region.at
ja
Regionaler Ansprechpartner
Ing. Christian Reicher
Landwirtschaftliches Bezirksreferat Güssing
7540 Güssing, Stremtalstraße 21a
Tel.: 03322/42610
Fax.: 03322/42610-22
E-mail: christian.reicher@guessing.lk-bgld.at
Autoren: Mag. Eva Sommer, Dr. Erhard Höbaus
* derzeit in Überarbeitung
02.11.2009, Lebensministerium III/4


